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Offener Brief an die Kollegen, Kameraden und Genossen aus den Gewerkschaften

Die Debatten um die vom Parlament mit großer Mehrheit gebilligte “lndexmodulation” haben meiner bescheidenen Ansicht nach bei den Gewerkschaften zu einer totalen Überreaktion geführt. Wenn man z.B. in der Feder eines linken Gewerkschaftlers liest, der Index sei “sakrosankt, unverletzlich und unantastbar” (Tageblatt vom 24.1.12), glaubt man sich mit einer päpstlichen Enzyklika konfrontiert!

Die periodische Anpassung der Löhne und Gehälter, Renten und Pensionen an die durchschnittliche Entwicklung der Preisentwicklung ist mit Sicherheit ein wichtiges Element der nationalen Sozialpolitik. Doch in Wahrheit ist in den letzten Jahren der ursprüngliche Automatismus mehrfach mit Billigung der Gewerkschaften gebrochen worden. Der “Index”, wie es im luxemburgischen Sprachgebrauch heißt, wurde wiederholt moduliert, meinetwegen auch manipuliert, um die Wettbewerbsfähigkeit der luxemburgischen Wirtschaft zu gewährleisten.

Wenn die Lohnmasse um 2,5% steigt, muss jeder Arbeitgeber diese zusätzlichen Ausgaben erwirtschaften. Dass das nicht immer einfach zu verkraften ist, wissen auch Gewerkschaftsführer und Gewerkschaftsbetriebe, wenn sie die Lohnsteigerungen ihrer Arbeitnehmer finanzieren müssen.

Das hat nichts mit Raubtierkapitalismus zutun. Auch im Sozialismus kann man auf die Dauer nicht mehr Geld ausgeben, als man erwirtschaftet. Oder was hinderte beispielsweise das KP-Organ daran, seine Journalisten besser zu bezahlen? (…)

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Weil in Griechenland ein ehemaliger Vizepräsident der Europäischen Zentralbank Ministerpräsident wurde, und in Italien ein ehemaliger EU-Kommissar Berlusconi ablöste, befürchten manche Kommentatoren ein Ausbluten der parlamentarischen Demokratie und die Machtergreifung eiskalter Technokraten.

In Wahrheit wurden in vielen Demokratien immer wieder Leute in Verantwortung berufen, welche zwar nicht die heilige Ölung der direkten Wahl besaßen, aber durch ihre Kompetenz und ihr Fachwissen ein Profil hatten, das sie für hohe und höchste Staatsämter empfahl.

Der mit Abstand beste Präsident der Europäischen Union, Jacques Delors, war nie Abgeordneter in Frankreich (und schaffte es bloß zum Europarlamentarier, weil in seinem Land bei Wahlen zum Europäischen Parlament blockierte Listen die Regel sind).

Die Bezeichnung der LSAP von Etienne Schneider als Nachfolger von Wirtschaftsminister Jeannot Krecké entfachte ebenfalls in Luxemburg eine Diskussion über Technokraten in der Politik.

Dabei ist gerade in unserem Ländchen der Wandel von angeblichen Technokraten zu Vollblutspolitikern eher die Norm, als die Ausnahme. Allein in der Nachkriegsgeschichte gibt es drei spätere Premierminister, die zuerst zu Ministerehren kamen, ehe sie durch eine Parlamentswahl legitimiert wurden: Pierre Werner, Jacques Santer und Jean-Claude Juncker.

Seiteneinsteiger gab es bei allen Regierungsparteien: Z.B. Marcel Mart, Paul Helminger und Josy Barthel bei der DP. Oder Raymond Vouel, Maurice Thoss, Johny Lahure und Nicolas Schmit bei der LSAP.

All diese „Technokraten“ haben sich in der Folge sehr bewährt. Etienne Schneider mag noch für viele Mitbürger ein unbeschriebenes Blatt sein. Auch hat er soviel abgespeckt, dass man zwei Mal hinschauen muss, um ihn einmal zu sehen. Doch beides wird sich rasch ändern. Ich gehe jede Wette ein, dass Etienne Schneider bei den nächsten Wahlen vom Wähler erfolgreich bestätigt wird. (…)

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Josée Hansen intitule sa chronique d’une journée passée au plateau de Kirchberg “A la recherche de la banalité“. C’était un bel hommage à la politique urbanistique nouvelle entreprise depuis la fin des années 80 par le Fonds du Kirchberg à la demande du Gouvernement.

Le Kirchberg de l’époque était un désert européen, uniquement conçu pour y accueillir des institutions européennes, même si ça et là un garage, l’assurance le Foyer et l’une ou l’autre banque s’y étaient exilés.

Comme les pionniers du Kirchberg avaient conçu l’urbanisation du quartier selon les normes de l’époque, c.-à-d. une ville uniquement accessible par voiture, il fallait entamer une transformation lente et besogneuse d’un quartier totalement déconnecté de la vie réelle dans le reste de la capitale.

En tant que Ministre politiquement responsable de juin 1989 à juin 1999, j’ai dû essuyer pas mal de critiques en plaidant pour le remplacement de l’autoroute initiale coupant le plateau en deux, par un boulevard urbain, donnant une chance aux transports collectifs, aux cyclistes et aux piétons.

En diversifiant la vie du quartier, en y organisant de l’habitat, des commerces (que de fureur autour de l’implantation d’Auchan), de centres d’attractions comme Utopolis, l’aménagement d’espaces verts, la transformation de Kirchberg l’européenne vers Kirchberg la luxembourgeoise a fait de ce quartier un lieu aussi banal (et aussi désert après 22h) que la très grande majorité des quartiers de la Ville.

Comment le chante Serge Tonnar: “Luxembourg City, very pretty/what a pity, very doud“. Néanmoins à Kirchberg, après 20 ans de restructurations urbanistique on y vit mieux qu’avant.

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Das Europäische Parlament hat sich dieser Tage mit einer knappen Mehrheit dafür ausgesprochen, den EU-Staaten die Möglichkeit zu geben, den Anbau von genetisch modifizierten Organismen (GMO) auf ihrem Hoheitsgebiet zu verbieten. Die Berichterstatterin, die frühere französische Umweltministerin Lepage, betonte eindringlich, es sei dies kein Votum für oder gegen GMO, sondern die Anerkennung einer verzwickten Sachlage, die in 8 Staaten, so Luxemburg, zur totalen Opposition, und in 9 Staaten zur Befürwortung einer genetischen verbesserten Landwirtschaft führe. (Die restlichen Staaten sind auf Tauchstation). Die von der Kommission gewollte Initiative wird zu einer Beeinträchtigung des Binnenmarktes führen. Vor allem wird versucht, zusätzliche Barrieren für einen vernünftigen Umgang mit GMO’s in Europa zu etablieren. 

2010 gab es einen zehnprozentigen Rückgang der Anbauflächen für genetisch modifizierte Organismen in der EU. Manche europäische Landwirte haben es aufgegeben, GM-Mais anzupflanzen, da sie einem Dauerterror ausgesetzt sind. In Frankreich wird jede Saat, selbst wenn sie wissenschaftlichen Zwecken dient, von José Bové und seinen Gesinnungsterroristen zerstört.

In Rumänien, wo jahrelang problemlos GM-Soja angebaut wurde, mussten die Bauern nach den EU-Beitritt ihres Landes diese Kultur einstellen, weil GM-Soja in der EU noch nicht erlaubt ist. Um ihren Defizit an Viehfutter auszugleichen, importieren Rumäniens Bauern nunmehr GM-Soja aus der Übersee.

Das gleiche tut die gesamte europäische Viehhaltung, die drei Viertel des benötigten Kraftfutters importieren muss, weil Europa nicht genügend Mais und Soja produziert.

Laut der Kommission bestehen diese Importe zu 80 bis 90 % aus GM-Futter. Auch Luxemburgs Bauern verfüttern jährlich 60.000 Tonnen GM-Futter, rund 150 € die Tonne billiger als klassisches Futter. (…)

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La directive sur les gestionnaires des fonds alternatifs (AIFMD) vient d’être publiée au Journal Officiel de l’Union européenne. Cette directive, qui doit être mise en Å“uvre pour 2013 dans tous les Etats membres, créera beaucoup plus de transparence sur les opérations menées par les “hedge fonds” et introduira des règles claires pour tout le secteur des fonds dits alternatifs, y compris les fonds de “private equity” (fonds de capital-investissement).

Le député européen Robert Goebbels était le négociateur socialiste pour cette directive, qui créera un passeport européen pour les fonds enregistrés en Europe. Robert Goebbels a toujours soutenu cette mesure qui va inciter beaucoup de fonds actuellement enregistrés dans des paradis fiscaux à revenir en Europe, car après la crise les investisseurs préfèrent une plus grande sécurité.

Une étude récente montre qu’effectivement 70% des gestionnaires de fonds alternatifs envisagent de rapatrier leurs fonds dans l’Union européenne. La majorité pense que le cadre juridique mis en place par le Luxembourg est le plus favorable.

A cet égard il faut saluer que le Ministre des Finances, Luc Frieden, a bien réagi en faisant immédiatement préparer un projet de loi qui vient d’être adopté par le Conseil de Gouvernement en date du 1er juillet 2011. Ce projet de loi vise à transposer la directive AIFMD en droit luxembourgeois.

Il faut espérer que le Conseil d’Etat et la Chambre des Députés vont travailler avec la même célérité afin que le projet de loi puisse être adopté à la rentrée parlementaire. De cette façon notre pays serait le premier à offrir un passeport européen pour les fonds alternatifs, ce qui renforcerait grandement l’attractivité du secteur financier national.

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Die EU-Kommission befindet sich wieder einmal auf dogmatischen Irrwegen. Weil der Energiegehalt des Diesels größer sei als derjenige von Benzin, müsse laut den Vorstellungen der Kommission der Mindeststeuersatz für Diesel von zurzeit 33 Cent pro Liter auf 41,2 Cent erhöht werden. Der Kommission schwebt vor, dies solle schrittweise bis 2020 erfolgen, damit die Autofahrer dies nicht merken. Doch ist Widerstand angesagt. Viele Europaabgeordnete, darunter auch Robert Goebbels, kritisieren den Aktionismus der Kommission. Robert Goebbels wird sich im Europäischen Parlament für eine Ablehnung der Kommissionsvorschläge einsetzen.

Der LSAP-Parlamentarier appelliert ebenfalls an die Luxemburgische Regierung, im Rat ihr Veto gegen den Kommissionsvorschlag einzulegen. Da bei Steuerfragen Einstimmigkeit im Rat erforderlich ist, wäre der Kommissionsvorstoß damit gestorben.

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Lors d’une récente question écrite (E-010476/2010), j’avais interrogé la Commission européenne sur l’application correcte de la  règlementation Schengen à la frontière franco-luxembourgeoise où des contrôles de douanes démesurées provoquaient des embouteillages inadmissibles.

Dans sa réponse, la Commission européenne a confirmé qu’”aux termes de l’article 22 du code frontières Schengen, les États membres ont l’obligation de supprimer tous les obstacles au trafic fluide aux points de passage routiers aux frontières intérieures, en particulier les limitations de vitesse qui ne sont pas fondées exclusivement sur des considérations de sécurité routière” et “que le maintien des obstacles amovibles permanents au point de passage de Zoufftgen situé entre Thionville et Luxembourg (autoroute A3-E25) afin de réduire le trafic sur une seule bande de circulation et de procéder aux contrôles de douane ainsi que la mise en place d’une limitation de vitesse de 10 km/h empêchent un trafic fluide [...] ne sont donc pas en conformité avec l’article 22 du code frontières Schengen“. Un avis motivé a été adressé à la France.

Selon mes connaissances, cette entrave à la libre circulation des personnes aux frontières intérieures de l’U.E. ne constituerait pas un cas isolé. En effet, des perturbations de trafic considérable ont également lieu à la frontière entre l’Allemagne et le Luxembourg au point de passage Markusberg (sur l’autoroute A1-A64) où les douaniers dévient tout le trafic de l’autoroute par un parking afin de procéder à des contrôles.

La Commission est-elle consciente de cette entrave à la libre circulation des personnes? Le cas échéant, a-t-elle déjà pris contact avec les autorités nationales en charge?

De manière générale, combien de telles infractions au Code frontière Schengen, la Commission a-t-elle pu constater ces dernières années?

La Commission européenne a répondu le 26 mai 2011 à cette question. Lire la réponse ci.

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In einer Pressemitteilung freute sich Greenpeace (LW vom 24.2.11) über den zehnprozentigen Rückgang der Anbauflächen für genetisch modifizierte Organismen (GMO) in der EU. Effektiv haben manche europäische Landwirte es aufgegeben, GM-Mais anzupflanzen. In Frankreich wird jede Saat, selbst wenn sie wissenschaftlichen Zwecken dient, von José Bové und seinen Gesinnungsterroristen zerstört.

In Rumänien, wo jahrelang problemlos GM-Soja angebaut wurde, mussten die Bauern nach dem EU-Beitritt ihres Landes diese Kultur einstellen, weil GM-Soja in der EU noch nicht erlaubt ist. Um ihr Defizit an Viehfutter auszugleichen, importieren Rumäniens Bauern nunmehr GM-Soja aus der Übersee. Das Gleiche tut die gesamte europäische Viehhaltung, die drei Viertel des Kraftfutters importieren muss, weil Europa nicht genügend Mais und Soja produziert.

Laut der Kommission bestehen diese Importe zu 80 bis 90 Prozent aus GM-Futter. Auch Luxemburgs Bauern verfüttern jährlich 60 000 Tonnen GM-Futter, rund 150 Euro die Tonne billiger als klassisches Futter.

Die unbequeme Tatsache ist, dass GM-Anbau in allen großen Agrarnationen der Welt Jahr für Jahr ansteigt. Letztes Jahr wurden weltweit 148 Millionen Hektar mit GM-Pflanzen bestellt. Das sind fast zehn Prozent der globalen Agrarflächen (1550 Millionen Hektar). (…)

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Photos: Photo Parlement européen et Robert Goebbels