Nach Fukushima sind die Nuklearindustrie und vor allem Cattenom das konsensuale Feindbild der luxemburgischen Politik. Bürgermeister aller Schattierungen haben das entschlafene Aktionskomitee gegen Cattenom wiederbelebt. Die Abgeordneten bekennen sich einhellig für einen Ausstieg aus der Kernenergie.
Die Sozialisten bringen in Erinnerung, dass es ein LSAP-Parteitag war, welcher das von einer CSV-DP-Regierung gestartete Atom-Projekt in Remerschen stoppte. Die DP greift zur Clausthaler-Strategie: „Nicht immer, aber immer öfters“ gegen die Nuklearenergie. Die Grünen fühlen sich in ihrer Antihaltung bestätigt, selbst wenn im Wahlprogramm für 2009 die grüne Daueropposition gegen Cattenom keine Erwägung fand.
Dass das Desaster von Fukushima gerade in Luxemburg Beklemmung und Angst hervorruft, ist verständlich. Ein ähnlicher Unfall in Cattenom würde dem Großherzogtum praktisch seine Lebensgrundlage entziehen.
Leben mit dem Monster
Dennoch wird Luxemburg noch lange Jahre leben mĂĽssen mit dem „Monster vor unserer TĂĽr“ (wie ich Cattenom vor zwei Dutzend Jahren auf einer Pressekonferenz betitelte). (…)
Tags: Cattenom, Energie, Industrie, Japon, Nucléaire







