Articles tagés ‘Grèce’

Der Euro hat seit Anbeginn in Deutschland schlechte Presse. Dabei profitiert die Bundesrepublik am meisten von der gemeinsamen Währung. Der deutsche Exportweltmeister (im Verhältnis zur Bevölkerungszahl selbst für China unerreichbar) erzielt fast die Hälfte seiner Ausfuhren im Euro-Raum, unbedroht von Abwertungen oder Wechselkursverlusten.

Hätten die Deutschen mit ihrer geliebten DM besser gewirtschaftet?

Nach „Nine-Eleven“, den Kriegen in Afghanistan, in Irak, oder der Weltfinanzkrise wäre ohne Euro das Währungsgefüge in Europa explodiert. Viele EU-Länder hätten abgewertet. Die DM wäre unter ständigen Aufwärtungsdruck geraten, auch gegenüber Dollar, Pfund und Yen. Anschauungsunterricht liefert die missliche Lage des zu starken Schweizer Franken, nunmehr zur Konsolidierung an den Euro angebunden.

Gewiss, die Deutschen hätten überall in der Welt mit ihrer harten DM billige Ferien feiern können. Aber nach der Heimfahrt hätten viele ihren Arbeitsplatz riskiert. Eine zu starke DM hätte die deutsche Exportwirtschaft erdrosselt und die deutschen Tourismus- und Handelsbranchen wären für Ausländer zu teuer geworden. (…)

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Die Europäische Union ist in totaler Schieflage. Nicht nur wegen Griechenland oder dem Euro. Das Problem sind die Damen und Herren, die vorgeben uns zu regieren. Es sind Selbstdarsteller, fixiert auf den nächsten nationalen Wahltermin, aber ohne Strategie für eine Staatengemeinschaft, die –noch immer, aber wie lange noch?- die Nummer Eins in der Welt ist.

Immerhin sind die 27 EU-Staaten gemeinsam die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Die Union ist

 -     der Weltmeister bei den Exporten von Waren und Dienstleistungen;

-      der wichtigste Markt für den Rest der Welt, da die 500 Millionen Europäer den kaufkräftigsten Binnenmarkt hergeben;

-      die erste Destination für internationale Investitionen;

-      der größte Investor für den Rest der Welt; 

-      der Besitzer des größten Stocks an weltweiten Investitionen.

Überdies stellt die EU über die Hälfte der internationalen Entwicklungshilfe.

Auch sozial- oder umweltpolitisch ist die Union ein Spitzenreiter in der Welt. Nirgendwo sind die Menschenrechte besser gewahrt, ist die allgemeine Lebensqualität so gut, als in den Staaten der Union.

Gewiss, es gibt Probleme, es gibt Arbeitslose, es gibt Armut, es gibt oft große Unterschiede bei Einkommen und Lebenserwartung. Doch in den Augen von breiten Teilen der Weltöffentlichkeit ist Europa ein Wunschtraum. Davon zeugen die vielen illegalen Immigranten, die ihr Leben riskieren, und es zu oft verlieren, um sich in dem von vielen Europäern geschmähten und verhöhnten Europa ein besseres Dasein aufbauen zu können.

Selbstverständlich haben die Bürger Europas das Recht, die europäische Politik zu kritisieren. Vieles ist falsch gelaufen. Die Kommission Barroso gibt oft den Eindruck, den Ereignissen nachzulaufen und vor den egoistischen Interessen mancher großer Mitgliedsländer in vorauseilender Gehorsamkeit zu kapitulieren. (…)

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Plädoyer für Junckers Eurobonds

„Bruits et chuchotements“. So könnte man das derzeitige Theater um den Euro betiteln. In der Finanzwelt, in den Medien wird viel Gezeter über den angeblich unaufhaltbaren Niedergang des Euro veranstaltet, zirkulieren Gerüchte über den bevorstehen Zusammenbruch des Euro-Raumes. Dabei handelt es sich nicht um eine Währungs-, sondern um eine Schuldenkrise, die nicht durch Aufteilung des Euro-Raums oder Insolvenz einzelner Euro-Staaten zu lösen ist.

Unaufgeregte Bestandsaufnahme

Seit seiner Einführung wird der Euro von der anglo-amerikanischen Finanzpresse bekämpft, in Deutschland als „Teuro“ verunglimpft, eine auch in Luxemburg kolportierte Mär. (Als ob der Franken die Ereignisse des letzten Jahrzehnts ohne Beulen und ohne Inflation überstanden hätte).

Tatsache ist jedoch, dass (abgesehen von einem Preissprung bei der Umtauschaktion, wo der Handel zu ungunsten der Konsumenten nach oben „abrundete“), die Inflation im Euro-Raum immer niedriger war, als beispielsweise in den USA oder Großbritannien.

Tatsache ist ebenfalls, dass die Kaufkraft des Euro besser ist als diejenige des Dollars oder des Pfundes. Mit 100 € kann man mehr kaufen, als mit 100 $ oder 100 £ !

Der Euro ist international gut etabliert und gewinnt langsam aber sicher Marktanteile gegenüber dem Dollar als Reservewährung oder bei Obligationsemissionen.

Weil der Euro großen Zuspruch kannte, profitierten besonders die Euro-Länder, welche vorher schwache Währungen hatten, durch viel niedrigere Zinsen für ihre Staatsanleihen. Es ist außer Frage, dass in der Folge einige Länder haushaltspolitisch leichtsinniger wurden. Zudem förderte der billigere Euro in einigen Ländern Immobilienblasen. Schuldenmachen ist verführerisch. Selbst Staaten wie Frankreich oder die angeblich so stabilitätsbewusste Bundesrepublik verstießen gegen die im Maastricht-Vertrag festgelegten Obergrenzen für Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung. (…)

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La crise monétaire autour de la Grèce n’est qu’un des symptômes d’une crise plus générale de l’Europe. Pour ne pas être mécompris: Je suis et reste un partisan d’une plus grande intégration des Etats de l’Union. L’Union européenne est une “communauté de destin”. Il n’y a pas d’alternative à un renforcement de la construction européenne.

L’Europe des 27, c’est une entité de 500 millions de personnes, dans un monde 6,8 milliards d’êtres humains. Vers 2050 le Monde connaîtra une population de 8 milliards. L’Europe des 27 sera dans 40 ans toujours autour de 500 millions d’habitants, à condition de nous ouvrir à l’immigration.

En d’autres mots: L’Europe ne jouera dans les années à venir qu’un rôle dans les relations internationales que si elle reste unie, que si elle reste solidaire. (…)

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17|05
2010

Der Euro, der Dollar und die Dummheit der Märkte

Der Euro ist unter Druck. Hauptschuldige sind die anglo-amerikanischen Finanzmärkte samt ihrer Kampfpresse, sowie Europas Staats- und Regierungschefs, die seit Wochen im Gefolge der griechischen Schuldenkrise wie aufgescheuchte Hühner herumgackerten, um fast zu spät ein teueres Ei zu legen.

Der Euro war von Anbeginn den Finanzkapitalisten in New York und London ein Ungemach, da er langfristig die Vorherrschaft von Pfund und vor allem Dollar bedrohte. Als die europäische Einheitswährung 2001 eingeführt wurde, gab es sofort eine heftige Spekulation gegen den Euro. Nach anfänglichen Schwächen gewann dieser dennoch zusehends an Wert, zumal die Inflation im Euroraum geringer blieb als in Großbritannien und den USA. Der Wertverlust von Dollar und Pfund gegenüber dem Euro nahm zu. (…)

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Plädoyer für die Schaffung eines gemeinsamen Marktes für die Euro-Obligationen

Der Euro ist immer noch die stärkste Währung der Welt. Die Kaufkraft eines Euro ist höher als die Kaufkraft eines Dollars, selbst wenn der Euro in den letzten Wochen gegenüber dem Dollar an Wert verloren hat.

Hintergrund dieses Kursverfalles ist einerseits eine massive spekulative Attacke gegen den Euro, angeführt von der angelsächsischen Finanzwelt, geschürt von der Wirtschaftspresse gleicher Herkunft. Verstärkt wird der Vertrauensverlust in den Euro durch die unsägliche Kakophonie der Staats- und Regierungschefs Europas.

Auslöser ist die desolate Haushaltslage Griechenlands. Gewiss, die frühere konservative Regierung hat während Jahren getrickst und mit Hilfe einer amerikanischen Investmentbank finanzielles „Engeneering“ betrieben, also die Konten gefälscht. Dennoch findet die neue sozialistische Regierung nicht viel Verständnis für ihre missliche Lage. (…)

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Avec cette attaque en règle de quelques banques internationales contre l’euro, le monde est de nouveau confronté à la bêtise et la cupidité des marchés.

Il est vrai que les anglo-saxons n’ont jamais été favorables à l’euro. Celui-ci est néanmoins devenu la monnaie la plus sûre au monde. En fait le dollar et l’euro forment un duopole.

Un duopole restera toujours instable. Il y aura toujours des mouvements entre les deux devises. (…)

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