Im Gegensatz zu einem Jacques Drescher habe ich kein Hühnchen mit Guy Rewenig zu rupfen. Ich bewundere den Schriftsteller, lese gerne den Happyland-Polemisten, selbst wenn er mit seiner spitzer Feder den Politiker Robert Goebbels, oder neuerdings den Generalkommissar für Shanghai aufspießt. Dennoch seien mir drei kleine Fußnoten zu seinem „Tscheina Tschingderassa“ erlaubt.
l. Gewiss, wie 192 weitere Länder dieser Welt ist Luxemburg auf der Weltausstellung präsent, um sich als Wirtschaftspartner für die Volksrepublik China zu empfehlen. Dass Rewenig für schnöden Kommerz nichts auf dem Hut hat, ist für einen Schriftsteller verständlich. Doch überleben selbst Kunstschaffende letztlich nur, wenn das gesamtwirtschaftliche Umfeld stimmt. Erst kommt das Fressen, dann die Moral, meinte schon Meister Bertold Brecht. Übrigens wird in unserem Pavillon nichts verkauft, Restaurant ausgenommen. (…)
Tags: Exposition universelle, Gëlle Fra, Shanghai






            
