10|12
2009

Der Planet ist nicht in Gefahr, bloss unsere Freiheit

Das Jahr ist noch nicht abgeschlossen, aber zeitgerecht zum Klimagipfel in Kopenhagen meldete die 189 Länder umfassende meteorologische Weltorganisation WMO, dass 2009 unter den 10 wärmsten Jahren in der 160jährigen Geschichte der offiziellen Meteorologie rangieren wird.

Wer sich nicht mit der dominanten Klimahysterie begnügt, sondern solche Meldungen hinterfragt, stößt auf erstaunliche Details. So ist dieser „provisorische“ als „sehr wahrscheinlich“ eingestufte Befund der WMO auf Daten bis Oktober 2009 aufgebaut. Eine das ganze Jahr umfassende Studie wird erst im Frühjahr 2010 veröffentlicht. Die alarmistische Hochrechnung basiert auf der Hypothese, dass „große Teile“ Süd-Asiens und Zentral-Afrikas wahrscheinlich („are likely“) das wärmste Jahr „on record“ (also seit es Aufzeichnungen gibt) erleben werden.

Dummerweise wurden nämlich bislang in Nordamerika viel kältere Temperaturen als üblich gemessen. Der Monat Oktober war der drittkälteste in der meteorologischen Geschichte der USA, mit minus 2,2° Celsius unter den Durchschnittswerten. Auch der pazifische Ozean hat sich in den letzten Jahren abgekühlt. Selbst das arktische Eismeer ist 2009 etwas kälter als 2007, dem bislang „wärmsten“ Jahr um den Nordpol.

Der WMO-Bericht erwähnt all dies, stützt dennoch seine Vorhersage auf Berechnungen von ganzen drei Forschungszentren, zwei in den USA (das Goddard-Institut der NASA und die NOA-Administration des amerikanischen Handelsministeriums) sowie ein weiteres in Großbritannien. Letztere haben übrigens bereits prognostiziert, dass 2010 das „wärmste Jahr“ überhaupt wird.

Bei den Briten handelt es sich um das „Climatic Research Center“ der Universität von „East Anglia“, dessen Leiter, Professor Phil Jones, zur Zeit seine Amtsgeschäfte ruhen lassen muss, bis geklärt ist, ob er nicht die Klima-Prognosen manipuliert hat. Hacker haben E-Mails veröffentlicht, in denen Jones von „Tricks“ redet, um die meteorologischen Befunde mit den Vorhersagen des IPCC-Panels des Weltklima-Rates zu vereinbaren.

Auch Dr Richard Mann, der Erfinder des „Hockey-Sticks“, jenem brüsken Temperaturanstieg,  mit dem Al Gore seine Klimawarnungen untermalte, muss sich derzeit eine Untersuchung seiner Forschungsmethoden gefallen lassen. In einem Mail hatte Dr Mann zugegeben, dass er systematisch alle Forscher, welche nicht seine Thesen teilten, von „peer reviews“ seiner Forschungsergebnisse ausschloss. („We keep them out somehow“).

Brutale Wahrheit

Die brutale Wahrheit ist, dass alle Klimaprognosen auf herzlich wenigen Daten aufgebaut sind. Wenn die WMO 160 Jahre Welt-Meteorologie feiert und auf seine 189 Mitglieder hinweist, so haben die wenigsten Staaten eine lange Tradition im Sammeln von Messdaten. Meteo-Satelliten  gibt es erst seit 1979. Doch  halbwegs verlässliche Daten werden seit den 90er Jahren gesammelt und mit lückenhaften Daten der verflossenen Jahrzehnte verglichen.

Auf den Weltkugel variieren permanent die örtlich festgestellten Temperaturen von + 53° bis – 77°, immerhin eine thermische Amplitude von rund 130°. Damit wurde ein arithmetisches Mittel von zirka 12° Durchschnittstemperatur errechnet. Weder Eskimos noch   Wüstenbewohner erleben dauerhaft solche Mittelwerte.

Laut WMO soll das Jahr 2009 um + 0,11° Celsius über diesem Mittelwert liegen, wobei dies wiederum ein Durchschnitt der nicht identischen Rechenergebnisse der drei oben genannten Forschungszentren ist.

Um zu diesem Resultat zu gelangen, müssen zahlreiche Daten „interpretiert“ werden, respektiv werden Hypothesen aufgestellt über die Temperaturentwicklung in riesigen Gebiete Afrikas, Asiens, Südamerikas, für die es keine oder nur spärliche Daten gibt. Das gilt besonders für die Weltmeere, immerhin 70 % der Erdoberfläche.

Dennoch ist es nunmehr „politisch unkorrekt“ an den Prognosen des UNO-Klimarates zu zweifeln, der „mit 90prozentiger Sicherheit“ eine globale Erwärmung voraussagt.

Ewiger Klimawandel

Dass das Klima in den letzten 150 Jahren tendenziell wärmer wurde, ist nicht zu bezweifeln.

Dass es viele gute Gründe gibt, um den wachsenden Energiekonsum der Menschheit zu drosseln und einen sparsameren, effizienteren Umgang mit allen Energiequellen herbeizuführen, respektiv erneuerbare Energien zu fördern, ist unbestreitbar.

Doch dürfen viele Prognosen, mit denen in Kopenhagen operiert wird, hinterfragt werden. Vor allem gibt es keinen objektiven Anlass zum vorherrschenden Klimakatastrophismus.

Es gab und wird nie ein stabiles Klima geben. Gerade die als Beweis für die drohende „Klimakatastrophe“ durchgeführten Bohrungen der Eisdecken in Grönland oder an den Polen belegen, dass die Klimageschichte der Erde eine Folge von oft abruptem Wandel war.

Es gab eine Periode vor  130.000 Jahren, wo während zirka 14.000 Jahren die Durchschnittstemperatur in Grönland 5° höher war als heute, ohne dass diese riesige Insel total eisfrei wurde. Ein totales Abschmelzen der Kilometer dicken Eisdecke, welche  81 % der grönländischen Oberfläche bedeckt, würde mindestens 1000 Jahre dauern. Nicht einmal dieser Vorgang ist gesichert. Eine Studie der „European Space Agency“ (ESA) von l994 bis 2005 belegte, dass bedingt durch verstärkte Schneefälle die Eisdecke über Grönland um 6 Zentimeter  pro Jahr anwuchs, was eine größere Masse darstellt, als das Eis der abbröckelnden grönländischen Gletscher, die in allen Katastrophenfilmen zu finden sind.

Zurück zum klimatischen Optimum

Käme es zu dem durchschnittlichen Temperaturanstieg von 2°, was laut IPCC  der klimatischen Weisheit letzter Schluss sein sollte, würde Grönland zu den klimatischen Bedingungen zurückfinden, welche ab dem 9. Jahrhundert bis zur „kleinen Eiszeit“ zur Besiedlung der „grünen“ Insel durch die Wikinger führten.

Jene durchschnittlich Erwärmung um zirka 2°, welche von 800 bis zirka 1500 nach unsere Zeitrechnung reichte, wird von den Historikern als das „klimatische Optimum“ bezeichnet, die es den Völkern  Europas erlaubte, sich besser zu ernähren und weiter zu entwickeln.

Doch im Zeitalter der globalen Ängste sind solche belegbaren Hinweise geradezu ketzerisch. Klimaskeptiker sind „Verbrecher“, wie es dieser Tage in einer Pressemitteilung der Grünen hieß.

Die Pole schmelzen, die Gletscher ebenfalls, die Fluten steigen, Wetterextreme nehmen zu. Alles ist nur die halbe Wahrheit, gemeldet wird nur das Negative.

Die Menschen leben effektiv in einer gefährlichen Welt. Die Erdatmosphäre wird jede Minute durch Blitze durchzuckt. Täglich werden auf der Welt rund 50.000 Unwetter gezählt, prasseln oft heftige Niederschläge auf die Erdoberfläche. Es kommt zu Überschwemmungen, die zur Bodenerosion beitragen, Erdrutsche provozieren und menschliche Behausungen verwüsten. Letzteres ist oft das Resultat einer unbedachten oder wilden Urbanisierung,

Das Hauptproblem der Menschheit bleibt die demographische Explosion. In rund 150 Jahren hat die Weltbevölkerung sich von einer Milliarde auf 6,5 Milliarden Erdenbürger gesteigert. Um 2050 werden wir 9 Milliarden Menschen sein. Dieser enorme Zuwachs ist die Hauptursache für den verstärkten Druck auf unsere natürliche Umwelt und die Ressourcen der Erde.

Die Katastrophenindustrie

Während früher Naturkatastrophen sich in lokaler oder regionaler Anonymität abwickelten,  wird heute jede Überschwemmung, jeder Waldbrand von CNN und Co weltweit verbreitet. Diese permanente Konfrontation über den Bildschirm mit allen Miseren der Welt trägt viel dazu bei, dass Politik, Medien und eine Mehrheit der Bürger alles für bare Münze hält, was die Katastrophenindustrie auftischt.

Hinzu kommen die Erdbeben, Springfluten, Vulkanausbrüche, die nichts mit Klimawechsel zu tun haben, sondern das Resultat der ständigen Veränderungen der Erdkruste sind. Jedes Jahr werden auf dem Globus rund 100.000 seismische Bewegungen registriert, darunter 100 größere Beben, die Tod und Verwüstung bringen. 200 aktive Vulkane tragen das ihrige zur allgemeinen Katastrophenstimmung bei.

Die Menschheit kennt viele Probleme. Es ist positiv, dass versucht wird, in Kopenhagen und anderswo, zu international akzeptierten Regeln im Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen zu kommen. Mehr Solidarität zwischen den entwickelten und den weniger entwickelten Staaten ist notwendig. Besseren, effizienteren Technologien muss international zum Durchbruch verholfen werden. Das ist jedoch nur möglich, wenn nicht verschiedene Technologien ideologisch bekämpft, und andere, noch immer ineffiziente Technologien wie z.B. die Solartechnik als Allheilmittel angepriesen werden.

Vor allem muss Schluss sein mit der von Greenpeace und Co geförderten Untergangsstimmung. Der Planet ist nicht in Gefahr. In Gefahr ist bloß unsere Zivilisation, unsere freiheitliche Ordnung. Wer all diesen „Doomsday“-Propheten aufmerksam zuhört, sieht sich einer neuen Inquisition konfrontiert.

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