
Robert Goebbels wurde am 3. April 1944 in Luxemburg geboren. Er ist von Beruf Journalist und von 1972 bis 1974 Vorsitzender des Luxemburgischen Journalistenverbandes. Zwischen 1970 und 1985 bekleidete er das Amt des Generalsekretärs des Luxemburgischen Sozialistischen Arbeiterpartei, im gleichen Zeitrahmen (1976 bis 1984) war er ebenfalls Mitglied des Stadtrates der Stadt Luxemburg. Diese Funktion übte er auch zwischen 1999 und 2005 aus.
1984 wird Robert Goebbels zum ersten Mal in die luxemburgische Abgeordnetenkammer gewählt, wo er das Amt des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, sowie für Wirtschaft und Mittelstand ausübt.
1986 wird er Vorsitzender des Binnenmarkt-Rates und des Entwicklungs-Rates. Er unterzeichnet für Luxemburg einheitliche Europäische Akte und wird unter anderem Vize-Präsident der GATT-Ministerkonferenz in Punta del Este (Uruguay Round). Das Schengener Abkommen wird ebenfalls unter seinem Vorsitz abgeschlossen.
Wiedergewählt im Jahre 1989, bekleidet Robert Goebbels das Amt des Wirtschaftsministers, des Transportministers und des Ministers für öffentliche Bauten. Als Vorsitzender des Industrie-Rates und des Transport-Rates der Europäischen Gemeinschaften, vertritt er Luxemburg ebenfalls im ECOFIN-Rat und während der Regierungskonferenz über die Wirtschafts- und Währungsunion. 1994 übt er erneut das Amt des Wirtschaftsministers, des Energieministers und des Ministers für öffentliche Bauten aus. Während den 3 Ratspräsidentschaften Luxemburgs, ist Robert Goebbels Vorsitzender der Versammlungen zu folgenden Themen : Binnenmarkt, Entwicklung, Industrie, Energie, Transport, regionale Entwicklung und Forschung.
Seit 1999, ist Robert Goebbels Mitglied des Europäischen Parlaments (MEP). Im gleichen Jahr wird er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Sozialistischen Fraktion im EP gewählt, Amt in dem er für Wirtschaft, Währung und Soziales zuständig ist. Außerdem ist er Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und Soziales und Koordinator vom Wirtschafts- und Währungsausschuss für die SPE-Fraktion. Im Jahr 2001 wird er Vorsitzender des Ausschusses für Humangenetik.
Wiedergewählt im Juni 2004, sowohl als Nationalabgeordneter, als auch Europaabgeordneter, hat Robert Goebbels sich erneut für das Amt im Europaparlament entschieden. Wiederum wird er zum stellvertretenden Vorsitzenden der SPE-Fraktion gewählt. Diesmal ist er zuständig für die Bereiche Innovation und Binnenmarkt. Er ist Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses, stellvertretendes Mitglied im Industrieausschuss, im Haushaltskontrollausschuss und im nichtständigen Ausschuss zum Klimawandel.
In seiner parlamentarischen Tätigkeit, setzt sich Robert Goebbels vor allem für Themen ein, die das alltägliche Leben der EU-Bürger beeinflussen. Er war z.B.s einer der 6 EU-Abgeordneten die die berüchtigte „Bolkestein“ Richtlinie umgeschrieben haben, und sie so zu einem Instrument zugunsten der Bewegungsfreiheit von Dienstleistungen in der EU und dies ohne Sozialabbau gemacht haben. Des Weiteren unterzeichnete er auch den Kompromiss zur „Reach“ Richtlinie, welche eine wichtige Regelung zugunsten des Umweltschutzes und des Schutzes der Verbraucher vor schädlichen Chemikalien ist.
Im Juni 2009, wurde Robert Goebbels erneut ins Europaparlament gewählt. In seiner dritten Amtszeit ist er Mitglied der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament. Er ist Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung.
Im Rahmen der Regulierung der Finanzmärkte, war Robert Goebbels einer der Hauptverhandlungsführer der AIFM-Richtlinie (Hedgefonds).
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Photos: Photo Parlement européen et Robert Goebbels