Der Luxemburger Europaabgeordnete Robert Goebbels wurde diese Woche von der S&D-Fraktion zu deren zuständigen Verhandlungsführer (im Fachjargon: „Schattenberichterstatter“) zur neuen Roaming-Verordnung ernannt.
Die 2007 in Kraft getretene erste Roaming-Verordnung hat zwar die Roaminggebühren gesenkt, strukturelle Probleme wie mangelnder Wettbewerb und mangelnde Verbraucherwahl aber nicht gelöst. Ein neuer vorliegender Vorschlag der Kommission sieht nun vor, dass Kunden, falls sie dies wünschen, einen von ihrem Vertrag für nationale Mobilfunkdienste getrennten, billigeren Roamingvertrag schließen können, wobei sie ihre Telefonnummer behalten würden. Auch soll alternativen Betreibern der Eintritt in die Roamingmärkte erleichtert werden. Die Preisobergrenzen für Endkunden auf Anrufen, SMS und Datentransfers würden stufenweise gekürzt werden.
Die Verordnung, die vom Rat und vom Europaparlament angenommen werden muss, wird aller Voraussicht im Sommer 2012 in Kraft treten
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