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Mein offener Brief an die luxemburgische Politikklasse über deren Berührungsängste mit der Biotechnologie und den genetisch verbesserten Pflanzen (GMO) hat mir Medienschelte quer durch den Blätterwald beschert. Im „Journal“-Leitartikel vom 29.7. wurde ich „Kreuzzügler“ bezichtigt, der nur die Interessen der Biolobby vertrete. Im „tageblatt“ vom 5.8. heißt es, ich müsse mir die Frage gefallen lassen, „bei welchem Gentechnik-Konzern (ich) auf der Gehaltsliste“ stände. „Wort“ wie „tageblatt“ veröffentlichten den entsetzten Leserbrief eines Mitbürgers, der die Probleme der Menschheit „vegan“ lösen will, also durch totalen Verzicht auf Fleisch, Fisch und Eispeisen.

Um die aufgeregten Streiter wider die GMO’s zu beruhigen: Ich stehe nicht im Solde der Industrie oder eines Konzerns und bin kein Freund von Lobbyisten jeder Art. (…)

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Offener Brief an die nationale Politikklasse ĂĽber die Manipulation der Informationen zur grĂĽnen Biotechnologie.

Luxemburg neigt zur Selbstgefälligkeit. Wir sind gegen Nuklearenergie, importieren bloß Atomstrom. Wir sind frei von Genetisch Modifizierten Organismen (GMO’s), und importieren bloß Produkte, die von Tieren stammen, welche mit genetisch verbesserten Mais oder Soja gefüttert wurden.

Die Wahrheit ist, dass jedes Viehfutter, ob GMO oder nicht, den gleichen Prozess durchmacht. Es wird von den Magensäften zersetzt. Die Nährstoffe werden aufgenommen, der Rest endet als Mist. Es ist im nachhinein nicht festzustellen, mit welchem Futter ein Tier ernährt wurde.

Die unbequeme Wahrheit ist, dass die Europäische Union bloĂź ein Viertel seiner Futtermittel fĂĽr die Tierhaltung produziert, und auf Importe aus Drittländern angewiesen bleibt. Die meisten Importe kommen aus Staaten, in denen fast alle Mais- und Soja-Pflanzen aus genetisch verbessertem Saatgut stammen. (…)

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Chères lectrices, chers lecteurs,

Le Parlement européen suspend ses travaux à partir d’aujourd’hui, 19 juillet 2010, pour les vacances parlementaires. Les travaux reprendront le 30 août avec une semaine consacrée aux réunions des commissions parlementaires et des groupes politiques. La prochaine session plénière se tiendra du 6 au 9 septembre 2010.

Le prochain EU-Background est également prévu pour le mois de septembre.

Bonnes vacances à vous tous !

La crise monĂ©taire autour de la Grèce n’est qu’un des symptĂ´mes d’une crise plus gĂ©nĂ©rale de l’Europe. Pour ne pas ĂŞtre mĂ©compris: Je suis et reste un partisan d’une plus grande intĂ©gration des Etats de l’Union. L’Union europĂ©enne est une “communautĂ© de destin”. Il n’y a pas d’alternative Ă  un renforcement de la construction europĂ©enne.

L’Europe des 27, c’est une entitĂ© de 500 millions de personnes, dans un monde 6,8 milliards d’ĂŞtres humains. Vers 2050 le Monde connaĂ®tra une population de 8 milliards. L’Europe des 27 sera dans 40 ans toujours autour de 500 millions d’habitants, Ă  condition de nous ouvrir Ă  l’immigration.

En d’autres mots: L’Europe ne jouera dans les annĂ©es Ă  venir qu’un rĂ´le dans les relations internationales que si elle reste unie, que si elle reste solidaire. (…)

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17|05
2010

Shanghai und die vielen Facetten Chinas

Shanghai war immer ein anderes China. Zur Zeit der erzwungenen „Konzessionen“ haben die Kolonialmächte das Antlitz der Stadt geprägt. Der „Bund“, Shanghais Nobel-Boulevard am Huangpu Fluss, erinnert noch an die viktorianische Architektur. Die Restaurants und Bars behielten ihren britischen Touch. Im „Quartier Français“ zeugen hohe Platanen von dem Schatten suchenden „art de vivre“ der Franzosen, mit Bistros und einladenden Terrassen. Abends trifft sich die „Jeunesse dorĂ©e“, mitunter ältere Herren mit viel jĂĽngeren Damen, in den Nobellokalen zwischen Yanan und Huaihai Road. Man hat die –gleichbleibend teuere- Auswahl zwischen chinesischen. französischen, japanischen oder italienischen Restaurants, britischen oder irischen Pubs, deutschen Bierschenken. Der Flair ist international, das Publikum ebenfalls, doch dominieren gutbetuchte Chinesen. (…)

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17|05
2010

Der Euro, der Dollar und die Dummheit der Märkte

Der Euro ist unter Druck. Hauptschuldige sind die anglo-amerikanischen Finanzmärkte samt ihrer Kampfpresse, sowie Europas Staats- und Regierungschefs, die seit Wochen im Gefolge der griechischen Schuldenkrise wie aufgescheuchte Hühner herumgackerten, um fast zu spät ein teueres Ei zu legen.

Der Euro war von Anbeginn den Finanzkapitalisten in New York und London ein Ungemach, da er langfristig die Vorherrschaft von Pfund und vor allem Dollar bedrohte. Als die europäische Einheitswährung 2001 eingefĂĽhrt wurde, gab es sofort eine heftige Spekulation gegen den Euro. Nach anfänglichen Schwächen gewann dieser dennoch zusehends an Wert, zumal die Inflation im Euroraum geringer blieb als in GroĂźbritannien und den USA. Der Wertverlust von Dollar und Pfund gegenĂĽber dem Euro nahm zu. (…)

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Im Gegensatz zu einem Jacques Drescher habe ich kein Hühnchen mit Guy Rewenig zu rupfen. Ich bewundere den Schriftsteller, lese gerne den Happyland-Polemisten, selbst wenn er mit seiner spitzer Feder den Politiker Robert Goebbels, oder neuerdings den Generalkommissar für Shanghai aufspießt. Dennoch seien mir drei kleine Fußnoten zu seinem „Tscheina Tschingderassa“ erlaubt.

l. Gewiss, wie 192 weitere Länder dieser Welt ist Luxemburg auf der Weltausstellung präsent, um sich als Wirtschaftspartner fĂĽr die Volksrepublik China zu empfehlen. Dass Rewenig fĂĽr schnöden Kommerz nichts  auf dem Hut hat, ist fĂĽr einen  Schriftsteller verständlich. Doch ĂĽberleben selbst Kunstschaffende letztlich nur, wenn das gesamtwirtschaftliche  Umfeld stimmt. Erst kommt das Fressen, dann die Moral, meinte schon Meister Bertold Brecht. Ăśbrigens wird in unserem Pavillon nichts verkauft, Restaurant ausgenommen. (…)

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Wir leben in einem glĂĽcklichen Land. Die groĂźen politischen Debatten drehen um Schicksalsfragen wie „Gehören Hunde an die Leine“, „der rote Löwe auf die Fahne“, „die Gelle Fra auf ihren Sockel“? „Mier welle bleiwe waat mer sin“, mit unserem „Misseler Greechen“, dem „Dikkrecher BĂ©er“, dem „KachkĂ©es a Brach“…

Die grüne Opposition darf der Regierung einen Mangel an „Zukunftsvisionen“ vorwerfen, kündigt gleichzeitig stolz an, drei Arbeitsgruppen würden die „grünen Visionen“ für kommenden Juni vorbereiten. Die blaue Opposition ruft die Bevölkerung auf, „Sparvorschläge“ zu entwickeln, hütet sich aber vor einer eigenen Festlegung.

Derweilen rettet unser Premier Griechenland. Der AuĂźenminister wirbt rastlos fĂĽr einen luxemburgischen Sitz im UNO-Sicherheitsrat und bezirzt selbst die Herrscher in Paraguay,Kirgisistan oder Brunei. (…)

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Copyright © 2003-2010 Délégation Luxembourgeoise du Groupe de l'alliance progressiste des Socialistes & Démocrates au Parlement européen
Photos: Photo Parlement européen et Robert Goebbels