In Luxemburg werden demokratische Rechte wie Presse-, Meinungs- oder Redefreiheit großgeschrieben.  Jede Form von Zensur oder Bevormundung provozieren – zu Recht – heftige Pressekampagnen.
Umso erstaunlicher ist es, dass dieser Tage ein amtlicher Maulkorb von praktisch der gesamten Presse totgeschwiegen wurde.
Das “Letzeburger Land”, normalerweise mit in vorderster Front bei der Verteidigung demokratischer Grundrechte, begrüßte dagegen ausdrücklich, dass in der Abgeordnetenkammer ein ausgewiesener Experte Redeverbot erhielt.
“Beinahe hätte Nachhaltigkeitsauschussvorsitzender Fernand Boden (CSV) zur Orientierungsdebatte gestern einen Klimaskeptiker als Redner eingeladen” hieß es in Balkenschrift auf Seite 3 der “Land”-Ausgabe vom 20. November 2009. “Hätte es im Vorfeld der gestrigen Klima-Orientierungsdebatte nicht Proteste von der Opposition gegeben” dann hätte vor dem Plenum “ein pensionierter Physiklehrer” gesprochen, “der findet, l’influence du CO2 sur le changement climatique est largement surestimée.”
Soweit sind wir in Luxemburg gekommen. In der Abgeordnetenkammer dürfen nur noch Propheten der “Klimakatastrophe” auftreten. Wer nicht in das gleiche Horn bläst wie Greenpeace und Co, der wird ausgeladen und mundtot gemacht. Die (grüne) Opposition, sonst nicht zu bremsen in Transparenz- und Demokratieforderungen, passt höllisch auf, dass der unachtsame Fernand Boden zu “Orientierungsdebatten” nur unkritische Zeitgenossen einlädt.
Der “Klimatismus” wird langsam aber sicher zu einem Religionsersatz. Demnächst werden “Klimaskeptiker” auf Scheiterhaufen verbrannt.
Tags: Climat, Environnement, Luxembourg
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